Vom Netzbetreiber zum digitalen Versorger: TelemaxX beim BREKO Stadtwerketreff
Glasfaser ist gebaut, doch wo bleibt der Ertrag? Der BREKO Stadtwerketreff zeigt: Für Stadtwerke entscheidet nicht die Infrastruktur über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, daraus skalierbare Geschäftsmodelle und echte Wertschöpfung zu entwickeln.
Der BREKO Stadtwerketreff ist einer der zentralen Branchentreffpunkte für kommunale Versorger, die den nächsten Schritt in der digitalen Wertschöpfung gehen wollen. TelemaxX war in diesem Jahr nicht nur als Sponsor vertreten, sondern auch mit einem Fachvortrag vor Ort und hat eine klare Botschaft mitgebracht:
Glasfaser allein reicht nicht. Entscheidend ist, was man daraus macht.
Die Realität: Glasfaser vorhanden, Wertschöpfung begrenzt
Viele Stadtwerke haben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau von FTTB- und FTTH-Infrastrukturen investiert. Die physische Basis ist also vorhanden. Doch die Monetarisierung bleibt häufig hinter den Erwartungen zurück.
Der Grund ist kein technischer, sondern ein struktureller: Der Schritt vom Infrastrukturbesitzer zum vollwertigen Telekommunikationsanbieter ist komplex.
- Hohe regulatorische Anforderungen (TKG, DSGVO, KRITIS)
- Fachkräftemangel im 24/7-Netzbetrieb
- Hohe Investitionen in OSS/BSS-Systeme
- Operative Risiken durch Entstörung und SLA-Verpflichtungen
Kurz gesagt: Die „Telekomplexität“ bremst die wirtschaftliche Nutzung der Netze.
Der Perspektivwechsel: Vom Asset zur Cashflow-Quelle
Im Vortrag hat TelemaxX einen klaren strategischen Ansatz vorgestellt: Dark Fiber muss zu Light Fiber werden. Das bedeutet dass Stadtwerke ihre Infrastruktur nicht nur betreiben, sondern in ein marktfähiges Produkt überführen müssen - mit eigener Marke, eigenen Tarifen und direkter Kundenbeziehung.
Der entscheidende Hebel dabei ist nicht mehr der Netzausbau, sondern die Betriebsfähigkeit eines skalierbaren ISP-Geschäftsmodells.
Der Lösungsansatz: ISP-as-a-Service
TelemaxX adressiert genau diese Herausforderung mit einer mandantenfähigen Platform-as-a-Service (PaaS), die Stadtwerke in die Lage versetzt, ein vollständiges Telekommunikationsangebot bereitzustellen, ohne selbst zum klassischen Telko werden zu müssen.
Das Prinzip ist bewusst klar gehalten:
- Stadtwerk bleibt das Gesicht zum Kunden
- Marke, Tarife, Vertrieb, Kundenbeziehung
- TelemaxX übernimmt den Maschinenraum
- Netzbetrieb, OSS/BSS, Provisioning, Billing, 24/7-Support
Diese klare Rollenverteilung schafft eine Partnerschaft auf Augenhöhe und reduziert gleichzeitig die operative Komplexität erheblich.
End-to-End gedacht: Vom Kundenkontakt bis zum Netzbetrieb
Ein zentraler Punkt des Vortrags war die durchgängige Digitalisierung der gesamten Prozesskette:
- Verfügbarkeitsprüfung im Stadtwerke-Portal
- Digitale Bestellung
- Automatisierte Hardware-Logistik
- Plug-and-Play-Inbetriebnahme
- Abrechnung im eigenen Branding
Für den Endkunden bleibt das Stadtwerk der alleinige Ansprechpartner, während im Hintergrund eine vollständig automatisierte Plattform arbeitet.
Skalierung ohne Einstiegshürden
Ein häufig unterschätzter Aspekt: Wirtschaftlichkeit. Gerade kleinere und mittlere Netze (unter 10.000 Anschlüssen) stehen vor dem Problem, dass sich eigene Systemlandschaften und Betriebsorganisationen kaum rechnen.
Hier setzt das Plattformmodell an:
- Pay-as-you-grow statt hoher Anfangsinvestitionen
- Skaleneffekte durch gebündelte Infrastruktur
- Schnellere Markteinführung (ca. 6 Monate statt mehrjähriger Eigenaufbau)
Das Ergebnis: Die Glasfaser wird vom Infrastrukturprojekt zur nachhaltigen Erlösquelle.
Betriebssicherheit als Grundvoraussetzung
Ein zentrales Thema für C-Level-Entscheider ist Vertrauen, insbesondere bei kritischer Infrastruktur.
TelemaxX setzt hier bewusst auf:
- Betrieb in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland
- 24/7 Network Operations Center
- Vollständige Compliance mit regulatorischen Anforderungen
- SLA-orientierter Betrieb auf B2B-Niveau
Damit wird sichergestellt, dass Stadtwerke nicht nur schnell, sondern auch nachhaltig in den Telekommunikationsmarkt einsteigen können.
Bewährt in der Praxis
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt der produktive Einsatz in der kommunalen Praxis, unter anderem bei den Stadtwerken Karlsruhe. Dort wird das Glasfasernetz bereits erfolgreich als Basis für neue digitale Geschäftsmodelle genutzt, mit klarer Perspektive auf zusätzliche Umsatzquellen und stärkere Kundenbindung.
Fazit: Der nächste Schritt ist kein Infrastrukturprojekt
Der BREKO Stadtwerketreff hat deutlich gemacht: Die Branche befindet sich an einem Wendepunkt. Der Ausbau der Netze ist bereits vielerorts weit fortgeschritten, aber der eigentliche Wettbewerb beginnt jetzt: auf der Ebene von Produkten, Kundenerlebnis und Betriebsmodellen. Für Stadtwerke bedeutet das nicht mehr die Frage „Ob wir Glasfaser bauen?“ sondern „Wie wir daraus ein skalierbares Geschäftsmodell machen.“
TelemaxX hat mit seinem Vortrag gezeigt, dass der Weg dorthin nicht über mehr Komplexität führt, sondern über die gezielte Auslagerung genau dieser Komplexität.