Was Mittelständler 2026 von Colocation erwarten

Was Mittelständler 2026 von Colocation erwarten

Der Markt wächst, Frankfurt stößt an seine Grenzen

TelemaxX ist in der aktuellen ISG Provider Lens „Private/Hybrid Cloud – Data Center Services 2026“ als Leader im Quadranten „Sustainable Colocation Services – Midmarket“ positioniert. Die Studie zeigt zugleich, warum die Standortfrage für viele Unternehmen gerade neu gestellt wird.

Deutschland ist mit rund 470 Rechenzentren laut ISG inzwischen der größte Colocation-Markt Europas. Frankfurt am Main führt mit 55 Rechenzentren, doch der weitere Ausbau dort scheitert vor allem an der Stromkapazität. Nach Angaben des Energieversorgers Mainova sind Neuanschlüsse erst ab 2030 möglich; bis dahin können nur noch die 13 bereits genehmigten Rechenzentren gebaut werden.

Gleichzeitig steigt die Nachfrage. ISG beobachtet, dass immer mehr Unternehmen ihre eigenen Serverräume ganz oder teilweise aufgeben: weil Compliance-Anforderungen nicht mehr erfüllbar sind, eine Ertüchtigung zu teuer wäre oder schlicht die Fachkräfte fehlen. Für diese Unternehmen ist die Wahl des Colocation-Partners eine Entscheidung über Betriebssicherheit für viele Jahre.

TelemaxX unter den zwölf Leadern im Mittelstand

Von 105 untersuchten Anbietern hat ISG 31 im Quadranten „Sustainable Colocation Services – Midmarket“ bewertet. Zwölf davon sind als Leader positioniert, darunter TelemaxX: Wir gehören damit zu der Gruppe von Anbietern, die ISG sowohl beim Leistungsangebot als auch bei der Wettbewerbsstärke am höchsten bewertet.

Der Quadrant richtet sich an Anbieter, die vor allem den Mittelstand, Managed Service Provider und Systemhäuser bedienen: mit stabilen Netzwerkoptionen sowie Professional und Remote Hands Services. Als Leader stuft ISG Anbieter ein, die ein besonders attraktives Leistungsangebot mit einer starken Position im Wettbewerb verbinden und damit für Stabilität im Markt stehen.

ISG hebt bei TelemaxX zwei Punkte hervor: die vier hochmodernen Rechenzentren in Karlsruhe mit einem umfassenden Colocation-Angebot und das eigene Glasfasernetz. Bewertet wurden unter anderem Strategie, Breite und Tiefe des Angebots, Marktpräsenz sowie technologische Weiterentwicklung.

Was Kunden fordern und wie TelemaxX es erfüllt

ISG beschreibt sehr genau, woran mittelständische Unternehmen ihren Colocation-Partner 2026 messen. Nachhaltigkeit ist dabei laut Studie keine freiwillige Selbstverpflichtung mehr, sondern eine harte Marktanforderung. Die Tabelle stellt die zentralen Anforderungen unseren Leistungen gegenüber.

Anforderung laut ISG-Studie

Worum es dabei geht

Unsere Antwort

Ausfallsicherheit und Disaster Recovery

Georedundante Architekturen mit definierten Wiederanlaufzeiten gelten als Mindeststandard.

Vier eigene Hochsicherheits-Rechenzentren in Karlsruhe, drei davon geo-redundant verbunden, 99,99 % Verfügbarkeit per SLA

Anerkannte Zertifizierungen

ISO 27001, ISAE 3402, EN 50600 und Energiemanagement-Nachweise bilden das Vertrauensfundament.

ISO 27001, ISAE 3402, EMAS-Registrierung DE-138-00113; im Premium-Rechenzentrum zusätzlich EN 50600

Nachweisbare Nachhaltigkeit

Kunden wählen Partner, die Energiebezug, Effizienz und CO₂-Daten offenlegen.

100 % Ökostrom seit 2024 und eine jährlich validierte Umwelterklärung mit allen Kennzahlen (Details im nächsten Abschnitt)

Transparenz beim Verbrauch

Messgenaue Daten sind Grundlage für das eigene ESG-Reporting.

Smart PDUs messen den Stromverbrauch je Gerät und Rack

Hohe Leistungsdichte

KI- und Hochleistungssysteme brauchen mehr Strom und Kühlung pro Rack.

Bis zu 12 kW pro Rack auf Anfrage

Konnektivität und kurze Wege

Stabile Carrier-Anbindungen, niedrige Latenz und hohe Bandbreiten für den Hybridbetrieb.

Rund 2.400 km eigenes Glasfasernetz, Rechenzentrum und Leitung aus einer Hand

Verlässlicher Vor-Ort-Service

SLAs für Hands-and-Feet-Support und Hardwaretausch.

Persönlicher Ansprechpartner in Karlsruhe statt anonymem Ticket-System

Datensouveränität und Regulierung

NIS2, KRITIS-Dachgesetz und EU AI Act verlangen lokal kontrollierte, nachvollziehbare Infrastruktur.

Daten bleiben in unserer eigenen Infrastruktur in Deutschland, unter deutschem Recht

Hybride Modelle

Workloads wandern aus der Public Cloud zurück in kontrollierte Umgebungen.

Colocation kombinierbar mit unserer eigenen Cloud auf OpenStack-Basis

Kreislaufwirtschaft

Recycling und Wiederverwendung von Elektronik gehören laut ISG zu nachhaltiger Colocation.

Ausgemusterte Hardware geht zur Aufbereitung an spezialisierte Partner

Der Kern dahinter ist eine geschlossene Kette: Glasfaser, Rechenzentrum und Cloud betreiben wir selbst, ohne Zwischenhändler. Planung, Betrieb und Absicherung liegen damit in einer Hand, und Verantwortung ist eindeutig zugeordnet.

Nachhaltigkeit, die sich in Zahlen belegen lässt

Unsere marktbasierten CO₂-Emissionen lagen 2025 um 84 % unter dem Wert von 2021. Grundlage ist unser Umweltmanagement nach EMAS, das wir seit 2023 betreiben; die aktuelle Umwelterklärung hat ein unabhängiger Umweltgutachter im Februar 2026 validiert.

Kennzahl

Wert

Ökostrom

100 % seit 2024, rund 30 GWh pro Jahr, TÜV-zertifiziert; 2025 wurden dadurch 9.408 t CO₂ vermieden

CO₂-Emissionen (marktbasiert)

von 8.849 t CO₂e (2021) auf 1.384 t CO₂e (2025), minus 84 %

Strom für Kühlung

von 7.556 MWh (2021) auf 5.164 MWh (2025), minus 32 %

Strom der Rechenzentren gesamt

minus 5 % seit 2021, obwohl die IT-Last unserer Kunden seit 2022 um 23 % gestiegen ist

Eigene Photovoltaik

380 kWp installiert; 114 MWh Solarstrom im Jahr 2025

Wasserverbrauch

von 2.438 m³ (2020) auf 1.114 m³ (2025), mehr als halbiert

Den größten Hebel hat die Kühlung. Wir haben die Temperatur im Kaltgang angehoben und in zwei Rechenzentren neue Chiller installiert, deren Kältemittel ein Treibhauspotenzial von 631 statt 1.430 hat. Bis 2027 tauschen wir sechs weitere Anlagen aus; unser Ziel ist eine PUE von höchstens 1,3 bis 2030.

Für Ihr eigenes ESG-Reporting bieten wir seit 2025 Smart PDUs an. Sie zeigen den Verbrauch je Gerät und Rack und machen Lastspitzen und ungenutzte Kapazität sichtbar.

Als nächste Schritte prüfen wir die Abgabe unserer Abwärme an Nahwärmenetze in Stutensee und im Karlsruher Gewerbegebiet Roßweid. Bis 2030 wollen wir unsere CO₂-Emissionen gegenüber 2021 um 90 % senken.

Was das für Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet bedeutet

Wer im Rhein-Main-Gebiet zusätzliche Rechenzentrumskapazität braucht, muss bis 2030 mit knappen Stromreserven in Frankfurt planen. Karlsruhe liegt rund 140 Kilometer südlich, außerhalb des Frankfurter Netzgebiets, und ist über die A5 direkt angebunden.

Typisch sind drei Ausgangslagen:

  • Der eigene Serverraum kommt an seine Grenzen. Strom, Kühlung oder Sicherheitsanforderungen lassen sich nur noch mit hohem Aufwand erfüllen. Der Umzug in ein zertifiziertes Rechenzentrum verlagert dieses Risiko auf einen Partner, der dafür gebaut ist.
  • Ein zweiter Standort wird Pflicht. NIS2 und die eigene Notfallplanung verlangen georedundante Strukturen. Ein Ausweichstandort mit räumlichem Abstand zu Frankfurt reduziert das Risiko, dass ein regionales Ereignis beide Standorte trifft.
  • KI-Systeme brauchen mehr Leistung. Hochleistungs-Hardware lässt sich nicht in jedem Rack betreiben. Entscheidend ist, dass die nötige Leistungsdichte vertraglich zugesichert ist.

In allen drei Fällen gilt: Die Entscheidung trägt die Geschäftsführung, den Betrieb verantwortet die IT. Beide brauchen belastbare Fakten statt Versprechen.

Sichere Entscheidungen brauchen sichere Fakten

Die ISG-Studie bestätigt, was für den Mittelstand zählt: eigene Infrastruktur, nachweisbare Standards und ein Partner, der Verantwortung übernimmt. Genau dafür steht TelemaxX seit 1999: mit kommunalen Stadtwerken aus der Region als Gesellschaftern und mit geprüften Zahlen statt Versprechen.

Sie planen einen Umzug, suchen einen zweiten Standort oder brauchen mehr Leistung pro Rack? Wir zeigen Ihnen unsere Rechenzentren gern vor Ort in Karlsruhe. Alle Leistungen, Preise und das Factsheet finden Sie auf unserer Seite Colocation Karlsruhe.

TelemaxX – Souverän verbunden | Glasfaser - Rechenzentrum - Cloud - KI

Quellen